KAY MAENNER
ImpressumKontakt?!<Mein LebenslaufMein ArchivMeine Linkliste
Herzlich Willkommen!
Herzlich Willkommen auf der Website von mir, Kay Maenner!

Über dieser Box befindet sich die Navigation, rechts die letzten News/Artikel (also alles ganz normal =:)....

Viel Spaß beim Surfen!

Warum chipmunk?
Eine Begründung, warum sich diese Seiten unter der Domain www.chipmunk.de befinden, erklärt diese Bild:

Chini


Update am 19.07.08: Diverses
Derzeit werden diverse Aktualisierungen durchgeführt. Angefangen von einem notwendigen Update der Kontaktseite bis hin zu diversen inhaltlichen Änderungen und neuen Artikeln werden die einzelnen Seiten derzeit überarbeitet.

Ferner wird weiter "unter der Haube" geschraubt. Ein Ziel ist z.B. HTML 4.01 Transitional:

Valid HTML 4.01 Transitional


Jüdisches Museum Berlin
Von der Blauen Moschee in Istanbul direkt in das Jüdische Museum Berlin. Ganz so direkt war es nicht (z.B. lag ein Flug dazwischen), dennoch bot sich mir ein großer Kontrast zwischen meinen Reisezielen im Oktober 2007.

Das Jüdische Museum Berlin gehört mit rund 690.000 Besuchern zu den meistbesuchten Museen Berlins. Es zeigt dem Besucher zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte, die Höhe- und Tiefpunkte der Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland.

Das Museumsgebäude in der Kreuzberger Lindenstraße verbindet den barocken Altbau des Collegienhauses (ehemaliger Sitz des Kammergerichts) mit einem Neubau. Der zickzackförmige Bau geht auf einen Entwurf des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind zurück. Die im Freien fortgesetzte Form erinnert auch an einen geborstenen Davidstern.

Im untersten Geschoss zu ist wählen, wie und welche Achse (Gang) erlebt wird oder ob sogleich die 82 Stufen zu der Dauerausstellung erklommen werden (man munkelt, es gäbe auch Aufzüge). Die Dauerausstellung ist letztlich chronologisch angeordnet. Das Museum lebt von dem Gefühl jedes einzelnen Besuchers, der dort durch die Räume und Gänge schleicht und deshalb ist es jedem zu empfehlen sich selbst an dem zu Sehenden, Lesenden, Hörenden zu probieren. So endet beispielsweise die Achse des Holocaust am Holocaust-Turm, nachdem der Besucher aufgrund der Darstellungsart sich recht eng mit einzelnen Exponaten auseinander setzen konnte. Dies ist ein Gedenkraum, ein dunkler, kalter, hoher Raum, in den nur durch eine Spalte in der Decke Tageslicht eindringt. Auf die meisten Menschen wirkt dieser Raum beklemmend und unfassbar. Die von außen dringenden Straßengeräusche (besonders deutlich in der Ecke unter dem Spalt wahrnehmbar) sowie das direkte Sonnenlicht wirken aus der Ferne kommend und unerreichbar.

Die Installation "Shalechet - Gefallenes Laub" von Menashe Kadishman befindet sich im "Memory Void", einer der Leerstellen bzw. Hohlräume, die das Gebäude durchziehen. Im Raum sind tausende Gesichter aus Stahlblech unterschiedlicher Ausführungen auf dem Boden verteilt. Automatisch wird klar, dass diese an die im Holocaust ermordeten Juden erinnern sollen. Dem Besucher steht es dabei frei darüber zu gehen. Läuft er über die Gesichter, so erzeugt dies metallische Klänge. Es ist nicht möglich sich leise fortzubewegen. Dies ist jedoch Absicht: Dadurch, dass man darüber geht, gibt man den Menschen ihre Stimme zurück.

Nicht alles ist beklemmend, einiges ist auch einfach nur schön zu erleben und zu erfahren. So ist mir beispielsweise jetzt klar, warum Moses Mendelssohn einen Buckel bekam und weshalb ihn seine wunderschöne Frau trotzdem heiratete.

Installation von Menashe Kadishman im Juedischen Museum Berlin